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Dieses STUDIO ELEKTRA beschäftigt sich mit dem Ohr und dem Hören aus philosophischer Sicht, wobei es darum gehen wird, zu zeigen, wie sich die „phonische Konstellation" als moderne nach vorne bringen wird. Während die Welt der Optik als Leitwissenschaft „auf den Leim" geht, also eine durch die Bilderfluten dirigierte Gegenwart mit den Siebenmeilenstiefelschritten der technologischen Entwicklung seit der Ausformulierung von Dioptrik und Katoptrik einleitet, bringt die Akustik, die technisch gestützte Musikologie - und wie immer man sie noch nennen könnte -- die wirklich bahnbrechenden Systeme hervor. Und dies nicht wegen ihrer notorischen Rückständigkeit oder Tendenz, „sich an ältere metaphysische Bestände anzuschließen", ganz im Gegenteil.
Es gilt nämlich in diesem Zusammenhang, ein phonisch-philosophisches Problem näher zu betrachten, welches in den zitierten Spekulationen über die Heterogenität der Theoriebildung nicht nur nicht entsprechend hoch bewertet worden, sondern überhaupt bisher unter den Tisch gefallen ist. Aufschlussreich ist eine Lektüre der einschlägigen Passagen zur Musik bei Hegel in der Enzyklopädie und in der Ästhetik. Während Hegel in der Enzyklopädie in einem sehr kurzen Text das Problem versucht in den Griff zu bekommen, welches das Spezifikum der Musik oder des Tones als physikalischem Ding ausmacht, zieht er in der Ästhetik einigermaßen drastische Schlüsse, die in hellstem Lichte zeigen, was nun genau die phonische Konstellation so „verrückt" und zugleich faszinierend macht.